Zandvoort an Zee

Und da war er dann auf einmal… unser erster gemeinsamer Urlaub! Und zwar nicht nur unser erster Urlaub mit Helga, sondern auch der erste gemeinsame Urlaub für Basti und mich.

Nachdem wir Freitag Abends gestartet sind, und die erste Nacht bei Freunden in der Nähe von Aachen verbracht haben, ging es dann am Samstag Morgen los nach Zandvoort an Zee.

Zandvoort ist ein Ort in Nordholland, und lockt mit seinem wirklich weitläufigen und vorallem sauberen Strand jedes Jahr viele Besucher und Surfer. DSC_0129

Da wir uns entschieden hatten, die Autobahn zu meiden betrug unsere Fahrtzeit also circa 5 Stunden. Landstraße zu fahren, war für uns und unseren Bulli um einiges entspannter und während der Fahrt gab es auch mehr zu sehen als Ausfahrtsschilder nach allen 1000 Metern 😀

Der Plan mit der Landstraße klappte auch für die ersten 3 Stunden – bis unser Navi uns dann unumgänglich dazu aufforderte zu wenden, und in nicht vorhandene Straßen abzubiegen. Wir stellten schnell fest, dass es nicht ganz ohne Autobahn funktioniert. Zumindest nicht auf unserer Route. Die letzten Kilometer fuhren wir dann also über die Autobahn, und erreichten Zandvoort nach 1 1/2 Stunden. Nach ein paar Kilometern durch wunderschöne Dünenlandschaft fuhren wir dann in Zandvoort ein, und Basti lachte mich aus weil ich wie ein kleines Kind am Fenster hing um das Meer zu sehen. Als wir ankamen, sauste uns der wirklich extrem starke Wind um die Ohren. Am Campingplatz angekommen, wurden wir wirklich sehr nett und freundlich von dem Personal begrüßt.

Wir hatten uns für  Camping de Branding entschieden, und waren trotz extrem vieler schelchter Bewertungen auf Facebook doch guter Dinge, dass wir dort schöne Tage verbringen können – das bestätigte sich dann auch!

Der Campingplatz ist perfekt gelegen, und man muss nur über die Straße gehen um am Strand zu sein.

Auch der Weg in das Stadtzentrum von Zandvoort ist gut zu Fuß (ca. 15-20 m) oder mit dem Fahrrad (ca. 6 Minuten) zu erreichen. Da in Zandvoort (und ich denke generell überall in Holland) alles sehr Fahrradfahrerfreundlich angelegt ist hat man keine Probleme alles mit dem Fahrrad zu erreichen. Der Platz liegt übrigens direkt neben der bekannten Rennstrecke von Zandvoort, welche man auch zu Fuß erreichen kann und an der oft Events wie zum Beispiel ADAC GT Masters oder die DTM stattfinden. An unserem Wochenende leider nicht.

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Bulli haben wir auch entdeckt 🙂
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Unsere Lieblingsbar

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Der Campingplatz ist etwas abgesenkt, worüber wir vorallem bei dem starken Wind sehr dankbar waren. Uns wurde ein Stellplatz zugewiesen und wir hatten dank der kleinen Größe unserer Helga genügend Platz. Die Stellplätze für Wohnmobile sind alle mit Wasser, Strom und TV-Empfang sowie einer Sitzbank mit Tisch ausgestattet. Wir haben für 3 Nächte inkl. Strom, Wasser, TV und Kurtaxe 114 Euro gezahlt.

So klein sieht sie aus 😀

Das Personal war entgegen der Bewertungen sehr freundlich und hilfsbereit. Einen kleinen Kiosk und eine Möglichkeit zu frühstücken gab es auf dem Gelände des Platzes auch. Ab 8.30 Uhr gab es sehr leckere frische Brötchen zum erschwinglichen Preis, und sonst auch alle möglichen Sachen die manso vergessen könnte zu besorgen. Zum Duschen benötigt man eine Duschmarke, die es am Automaten für 50 cent gibt. Meine Angst, war dass (wie in den Bewertungen mal wieder stand – wieso lasse ich mich davon bloß so beeinflussen … ) ich damit höchstens 1-2 minuten hoffentlich warmes Wasser bekomme. Aber auch diese Bedenken wurden nicht bestätigt. Das Wasser war warm – und ich konnte mit einer Marke ausreichend lange duschen. Alles super also! Die Toiletten waren auch fast immer sauber und alle funktionsfähig.

Kurz gesagt: Mit dem Campingplatz waren wir wirklich rundum zufrieden. Es sei jedoch gesagt, dass er für feierwütige und große Gruppe wohl weniger geeignet ist, da sehr darauf geachtet wird das die Musik nicht zu laut und die Eskalation nicht zu groß ist. Das durften wir am letzten Abend dann auch persönlich erleben, als es mit ein paar Leuten die wir dort kennenlernten zu späterer Stunde doch ein wenig lauter wurde. Man konnte aber dennoch mit dem Personal reden und sich gut einigen.


Wir machten uns dann erstmal auf Erkundungstour um Zandvoort ein bisschen kennen zu lernen. Die Strandpromenade entlang ließ es sich wunderbar entlangschlendern und man hatte an jedem Abschnitt die Gelegenheit in einer der schönen Strandbars einzukehren.

Leckere Cocktails in der Strandbar

Außerdem gibt es auf dem Weg in die Stadt alle 500 m typische Fisch- und Frittenbuden mit leckeren holländischen Spezialitäten zu kleinen Preisen.Wie entschieden uns dann aber doch für eine kleine Pizzeria wo wir nach leckerer Pasta und Pizza gestärkt zum Fußballspiel auf den Campingplatz gingen. Da es dort jedoch sehr voll war, entschieden wir uns dann doch für die entspanntere Alternative.Wir ließen den Abend dann mit einem Spaziergang am Stand ausklingen und machten es uns dann noch bei ein paar kühlen Getränken am Bulli gemütlich.


Den nächsten Tag starteten wir dann mit einem leckeren Frühstück mit Rührei!


Danach machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt von Zandvoort um ein bisschen bummeln zu gehen. Die Innenstadt ist nahe dem Bahnhof gelegen und es gab viele süße kleine Geschäfte in denen man stundenlang durchstöbern konnte.

Innenstadt von Zandvoort

Wir verbrachten den restlichen Tag in der Sonne am Strand.

Ich denke die Bilder sprechen für sich und erklären warum wir den restlichen Tag „nur“ am Strand und in der Sonne verbrachten ☺️


Für den letzten Tag entschieden wir uns dann eine Tour nach Amsterdam zu machen. Da es mit dem Auto viel zu stressig gewesen wäre, entschieden wir uns den Zug zu nehmen. Von Zandvoort aus erreicht man Amsterdam in nur 30 Minuten. Da wir uns mit dem Bahnssystem in Holland so gar nicht auskannten, war ich im Nachhinein froh, dass ich mich doch nochmal informierte. Mit den Tickets die man sich wie in Deutschland auch am Automaten ziehen kann, muss man nämlich nicht nur Ein- sondern auch auschecken. Heißt also, vor Fahrtantritt Ticket vor den Scanner oder die Schleuse halten und bei Fahrtende ebenso. Macht man das nicht, kann es passieren dass man auf der Rückfahrt auch nicht mehr Einchecken kann. Kontrolliert wurden wir im Zug selbst dann nicht mehr. Gezahlt haben wir für Hin- und Rückfahrt zusammen 24 Euro. Die Preise unterscheiden sich also nicht sonderlich von denen der Deutschen Bahn.

Bahnhof von Zandvoort

Angekommen in Amsterdam machten wir uns dann erstmal auf den Weg Richtung Innenstadt. Trotz dass es Montags war, war die Stadt sehr voll von Schulklassen und sonstigen Touristen.

Eine Demo von Studenten dürften wir auch miterleben. Da uns das nach einiger Zeit und nach drei Souvenirgeschäften, in denen man eine Menge Geld lassen konnte, zu stressig wurde, entschieden wir uns für eine andere Alternative.

Also suchten wir uns eine Reederei und machten eine einstündige Tour durch die Grachten von Amsterdam. Dafür bezahlten wir p.P 10 Euro und wurden von einem netten Kapitän durch Amsterdam geschippert. Dabei könnten wir die wichtigsten und interessantesten Seenswürdigkeiten mit ihren Geschichten entdecken, die uns auf drei Sprachen (Deutsch, Englisch und Niederländisch) erklärt wurden.

Dabei hatte ich natürlich gaaaaanz viel Zeit zum Fotos schiessen.

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Zurück von der Bootstour machten wir uns dann auch wieder auf den Weg zurück nach Zandvoort. Gegen Nachmittag waren wir dann wieder am Strand angekommen und entschieden uns direkt dazu jetzt endlich baden zu gehen. Das Wetter ließ das zu und wir verbrachten die nächsten zwei Stunden im Meer 🙂

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Ich liebe das Foto einfach, es drück soviel Ratlosigkeit aus.. 😀

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Den letzten Abend lernten wir dann noch ein paar Leute aus Deutschland kennen mit denen wir den letzten Abend verbrachten, bevor es am nächsten Morgen hieß Sachen zusammen packen und Tschüss Zandvoort..

Wir mussten allerdings jedoch gar nicht so wehmütig sein, denn der Himmel sah eher bescheiden aus, und nachdem wir alles zusammen gepackt hatten fing es auch schon an zu regnen. Trotzdem fiel uns der Abschied von Zandvoort und vorallem dem Meer etwas schwer. Aber soviel sei gesagt.. wir kommen auf jeden Fall nochmal wieder!

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